Kojotenangriffe in Kanada – leider Realität

Spoiler-Alarm: Sind Sie im Buch noch nicht bis zu Kapitel 36 vorgedrungen, sollten Sie den Post erst lesen, wenn Sie besagtes Kapitel abgeschlossen haben.

Mich haben verschiedene Mails zu den Umständen von Marcus’ Tod erreicht. Viele von Ihnen haben sich gefragt, ob so etwas tatsächlich in Kanada passieren kann, oder ob es reine Fiktion ist. Die Antwort ist leider: Ja, auch wenn die Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu anderen Todesursachen eher gering ist.

Taylor Mitchell – ein tragischer Tod

Es hat auf Cape Breton Island im Jahr 2009 einen tragischen Todesfall auf dem Skyline Trail gegeben. Die junge Folk-Sängerin Taylor Mitchell wurde dort von Kojoten angegriffen und getötet. Der Artikel Coyotes kill Toronto singer in Cape Breton ist immer noch bei CBC zu finden.

Schade, dass diese talentierte Stimme für immer verstummt ist. Taylor hat ein wirklich schönes Debutalbum hinterlassen, das Sie immer noch über ihre Homepage bestellen können.

Geht Ihnen die Geschichte zu Herzen und/oder gefällt Ihnen die Musik, freut sich der Taylor Mitchell Legacy Trust über Ihre Spende. Jeder Euro (oder Dollar) zählt!

Ich war damals extrem geschockt – besonders weil ich den Trail selber ein Jahr zuvor gewandert bin. Daher ist mir diese Tragödie besonders in Erinnerung geblieben. Niemals hätte ich mir Sorgen gemacht, dass es dort nicht sicher sein könnte. Mir wurde vorher erklärt, wie ich mich gegenüber Elchen – besonders Bullen – zu verhalten habe, weil ich damals den Skyline Trail während der Brunftzeit besucht habe. Belohnt wurde ich mit der Sichtung von beeindruckenden Elchbullen und süßem Nachwuchs, die ich alle aus sicherer Entfernung, ohne hektische Bewegungen und schweigend beobachtet habe.

Der Skyline Trail bietet ein wunderschönes Panorama und ist auch für ungeübte Wanderer keine große Herausforderung. Sind Sie in der Gegend, sollten Sie vor einem Besuch nicht zurückschrecken. Prägen sich aber die Verhaltensregeln bei einer Begegnung mit Kojoten und Elchen ein.

In 2017 postete CBC News dieses Video auf YouTube:

Oakville als Schauplatz in “Neuanfang in Dolphin Bay”

Als Schauplatz für Marcus’ Tod habe ich Oakville aus mehreren Gründen gewählt:

  • Oakville liegt in der Nähe von Toronto, wo Marcus und Sarah damals lebten.
  • Es gibt dort Kojoten – aber bisher ist noch niemand bei einem Angriff der Tiere in der Region ums Leben gekommen.
  • Es war mir wichtig, dass der Schauplatz des Todes wirklich fiktiv ist. Irgendwie hätte ich mich nicht wohlgefühlt, eine “real stattgefundene” Todeszene aus dieser Stadt in mein Buch einzubauen.

Die Stadt Oakville hat ebenfalls Regeln zum Umgang mit Kojoten auf ihrer Webseite gepostet.

Und bevor wir jetzt alle zu melancholisch werden, gibt es hier noch ein paar meiner selbst geschossenen Bilder aus 2008 zum Thema Elche auf dem Skyline Trail